Der angekündigte Beschäftigungsbonus darf nicht fallen! (© Pixabay)

Tourismus-Obfrau Nocker-Schwarzenbacher spricht sich gegen Vorschläge von Bundeskanzler Kern zur Einschränkung der versprochenen Lohnnebenkostensenkung aus: Diese sei eine „nicht nachvollziehbare, bürokratische Hürde“. 

Im Arbeitsprogramm der Bundesregierung wurde angekündigt, ab 1.Juli dieses Jahres für jeden zusätzlichen Arbeitsplatz einen Beschäftigungsbonus von 50 Prozent der Lohnnebenkosten zu gewähren. „Nun versucht Bundeskanzler Kern, offensichtlich wieder durch zusätzliche Bedingungen beim Mindestentgelt, saisonalen Beschäftigungen, Inländervorbehalte etc. zurück zu rudern“, kritisiert Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Bundessparte Tourismus in der Wirtschaftskammer Österreich, eine mögliche Verwässerung des Beschäftigtenbonus und unterstreicht: „Diese Einschränkungen gehen zu Lasten des heimischen Tourismus und sind daher kategorisch abzulehnen.“

Gerade der Tourismus sei eine wesentliche Stütze der heimischen Beschäftigung. Im Jänner 2017 wurden in Beherbergung und Gastronomie 223.277 Arbeitnehmer beschäftigt, was ein Plus von 4.993 Beschäftigten bzw. 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat bedeute. Dazu kämen die abhängigen Arbeitsplätze in den vor- und nachgelagerten Bereichen: In Summe sind das rund 620.000 Beschäftigte.

Faktum sei allerdings auch, dass diese Arbeitsplätze derzeit nicht ausschließlich durch Vollzeitarbeitskräfte abgedeckt werden können und die Tourismusregionen auch auf zusätzliche saisonale ausländische Arbeitskräfte angewiesen seien, um den Betrieb aufrecht erhalten zu können, was letztendlich auch wieder inländische Arbeitsplätze sichere. „Wenn der Beschäftigungsbonus jetzt wieder nur auf Vollzeitarbeitsplätze eingeschränkt wird, wäre das einmal mehr eine nicht nachvollziehbare, bürokratische Hürde für unsere Betriebe“, so Nocker-Schwarzenbacher abschließend. (CKR)

Kennen Sie schon:

Mit HOGAPAGE auf der INTERNORGA

Märzmessen treiben Hotelpreise in die Höhe

Rauchverbot: CDU und FDP wollen Lockerung in NRW

INTERNORGA: Johann Lafer im HOGAPAGE-Interview

Share