Gastronomen müssen freundlich sein, immer! (Foto: © picture alliance / dieKLEINERT.de)

Der Kunde ist König, zumindest muss er das Gefühl haben, König zu sein. Damit sich der Gast genug „gebauchpinselt“ fühlt, lügen Gastronomen Tag ein Tag aus. Meist sind es auch keine schlimmen Lügen, sondern schlicht nur höfliche Zugeständnisse. Manchmal aber muss einfach dreist geflunkert werden. 

In so ziemlich jedem Beruf wird täglich gelogen, unter Kollegen, zwischen Angestelltem und Chef oder zwischen Kunde und Dienstleister. In der Gastronomie kommen gleich alle drei dieser zwischenmenschlichen Beziehungen zusammen, hier wird also besonders viel geflunkert. Wir haben die 10 häufigsten Gastrolügen einmal übersetzt:

  1. Ein Gast ruft an, um einen Tisch zu reservieren. Der Kellner: „Es tut mir Leid, wir haben gerade technische Probleme, könnten Sie bitte später noch einmal anrufen?“ Übersetzung: „Irgendwie habe ich gerade den Reservierungsplan gelöscht und keine Ahnung wie ich das rückgängig machen kann.“
  2. Der Kellner kommt an den Tisch, um die Gäste zu begrüßen: „Guten Tag, ich bin Herr Mustermann und heute Ihr Kellner. Das ist ja ein schöner Hund, ich selbst liebe ja Tiere.“ Übersetzung: „Wehe der Hund bellt oder fängt an im Gastraum rumzutoben.“
  3. Der Kellner fragt in der Küche nach, wo denn das Essen für Tisch 12 bleibt und erhält die Antwort, dass es keine Bestellung für Tisch 12 gab. Daraufhin behauptet der Kellner: „Ich hab den Zettel mit der Bestellung zu den anderen gehängt, so wie ich es immer mache.“ Übersetzung: „Mist, Mist, Mist, wo hab ich den Zettel hin, die warten schon seit 40 Minuten.“
  4. „Ich hoffe es hat geschmeckt! Darf ich Ihnen noch unsere Dessertkarte oder vielleicht einen Espresso bringen?“ Übersetzung: „Jetzt geht endlich nach Hause, ich will endlich Feierabend machen, schließlich hab ich morgen Frühschicht.“
  5. Wenn der Gast das Essen zurückgehen lässt, weil er es (angeblich) ohne eine spezielle Zutat bestellt hat: „Kein Problem, ich lass Ihnen sofort ein neues Gericht bringen.“ Übersetzung: „Warum bestellst Du Dein Essen nicht gleich so, wie Du es haben willst, anstatt Dich hinterher zu beschweren.“
  6. Kurzes Meeting mit dem Chef: „Natürlich kann ich am Samstag für den Kollegen XY einspringen.“ Übersetzung: „AAAAAAAAAAAAAAAAAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!!“
  7. „Vielen Dank, ich hoffe wir können Sie bald wieder bei uns begrüßen.“ Übersetzung: „70 Cent Trinkgeld?! Schleich dich und komm bloß nicht mehr her.“
  8. „Da bist Du ja, ich bin schon seit zwei Stunden am arbeiten.“ Übersetzung: „Ich bin zwar auch gerade erst einmal seit fünf Minuten hier, will aber unbedingt früher weg.“
  9. Wenn ein Gast noch einen Tee bestellt und Anspielungen macht, dass er wahrscheinlich gerade krank wird und man als Servicekraft sagt: „Oh nein Sie armer, hoffentlich werden Sie schnell wieder gesund, soll ich vielleicht etwas Zitrone in den Tee hineingeben?“ Übersetzung: „Wenn Du krank bist, dann verschwinde gefälligst und steck mich nicht an!“
  10. „Wir haben jetzt auch zahlreiche vegane Gerichte auf unserer Speisekarte. Ich muss selbst zugeben, ich hätte nicht gedacht, dass die so gut sind.“ Übersetzung: „Vielen Dank für den riesigen Mehraufwand ihr …“

(MJ)

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