Der durchschnittlich ermittelte Wert eines Hotelzimmers liegt bei rund 135.000 Euro pro Zimmer. (Foto: © moerschy/pixabay)

Union Investment und bulwiengesa haben erneut das Marktvolumen investmentrelevanter Hotels in Deutschland ermittelt. Demnach ist der Marktwert solcher Häuser in Deutschland von 2015 auf 2016 um 8,3 Prozent auf 51 Milliarden Euro gestiegen.

Ausschlaggebend hierfür ist die anhaltend rege Bautätigkeit neuer Hotels bzw. Hotels garni, die per Saldo (Neueröffnungen und Schließungen) zu einem Bettenwachstum in Deutschland von rund 0,7 Prozent führte. Parallel dazu verbesserte sich 2016 auch die Performancesituation deutscher Hotels, aufgrund gestiegener Zimmerauslastungen und wachsender Durchschnittsraten, was sich in höheren Werten niederschlug.

„Die Rahmenbedingungen für den heimischen Hotelmarkt sind nahezu ideal“, sagt Dierk Freitag, Bereichsleiter und Partner bei bulwiengesa. „Das Beherbergungsgewerbe in Deutschland verbuchte 2016 das siebte Jahr in Folge touristische Zuwächse, sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland.“ Als investmentrelevantes Angebot wurde von Union Investment und bulwiengesa ein Zimmerbestand von rund 376.600 Hotelzimmern ermittelt, die sich auf deutsche Klein-, Mittel- und Großstädte verteilen. Der durchschnittlich ermittelte Wert lag 2016 bei rund 135.600 Euro pro Zimmer (Vorjahr: 130.500 Euro).

Union Investment und bulwiengesa haben erneut das Marktvolumen investmentrelevanter Hotels in Deutschland ermittelt.. (Foto: © obs/Union Investment Real Estate GmbH)

2016 wurde ein neuer Rekordwert bei Hoteltransaktionen in Deutschland erzielt. Die etwa 5,2 Milliarden Euro (inklusive Projektentwicklungen) entsprechen nun in etwa 10,2 Prozent des berechneten Marktvolumens (Vorjahr 9,3 Prozent). „Das Transaktionsvolumen wächst noch schneller als der Markt. Daran lässt sich ablesen, dass die Assetklasse Hotel bei Investoren immer beliebter wird“, so Martin Schaller, Leiter Asset Management Hospitality bei der Union Investment Real Estate GmbH. Den Berechnungen nach stieg vor allem der Marktwert von Hotels in deutschen B-Städten, die zunehmend von Hotelketten betrieben werden und damit in das Anlageuniversum zahlreicher Investoren passen. „In Bezug auf Wachstumsdynamik und Wertentwicklung könnte manche B-Stadt die A-Stadt von morgen sein“, so Dierk Freitag. Das Marktwertmodell basiert auf Daten von Unternehmen, der öffentlichen Statistik sowie Hotelverbänden. Es ermöglicht eine vergleichende Analyse des institutionellen Hotelmarktes der Jahre 2007 bis 2016. (ots/MJ)

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